Wir lieben Fahrräder

Autor: bikekitchen (Seite 34 von 152)

Freiraum-Demo mit der Bikekitchen Augsburg am 3. Mai 2014

freiraum demo augsburg bikekitchen

Die Demo findet am Samstag den 3. Mai statt.
Start ist um 14.00 am Jakobertor.
Die Route führt zum Moritzplatz, dort findet die Kundgebung statt.

Wir gehen auf die Straße für mehr Freiräume in Augsburg. Zusammen mit

Wir fordern eine Akzeptanz unserer Mitmenschen für öffentlich sichtbare Bikekitchen-Aktivitäten wie das Reparieren von Fahrrädern auf dem Bürgersteig. Wir fordern eine unterstützende Politik der Stadt für unser Projekt. Wir sind längst an unsere räumlichen Grenzen gestoßen. Die temporäre Nutzung der öffentlichen Fläche vor unserer Werkstatt wurde uns untersagt. Bürgerschaftliches Engagement muss in der Innenstadt bleiben und sichtbar sein. Kreative Aktivität darf nicht in geschlossene Räume oder an den Stadtrand gedrängt werden.

Aufgrund der mehrfachen Anzeigen eines Nachbarn untersagte uns 2013 das Tiefbauamt, das in Augsburg für den Straßenverkehr zuständig ist, jegliche Reparaturtätigkeit vor unserer Tür. Die Straße gilt als reiner Verkehrsraum statt vielseitiger Lebensraum. Wir wurden in 2012 und 2013 angezeigt wegen Lärmbelästigung, unerlaubter Sondernutzung der Straße und unerlaubtem Abstellen von Fahrrädern. Im letzten Jahr haben wir deshalb sehr aktiv nach neuen Räumen gesucht und dabei schlechte Erfahrungen gemacht:

Bei unserer Raumsuche haben wir die Medien informiert und fast alle politischen Parteien bzw. Fraktionen um Rat gefragt. Viele Volksvertreter_innen reagierten darauf. Eins eint sie alle: sie zeigen schnelles Interesse und lassen mit wenigen Ausnahmen in ihrer Unterstützung ebenso schnell wieder nach. Es gibt keine städtischen, politischen Ideen, wie man mit uns umgehen kann. Die Mittel und die städtische Struktur fehlen oder werden nicht genutzt. Trotz Ankündigungen und Versprechen politischer Vertreter haben wir die Liste des Liegenschaftsamtes mit freien städtischen Gebäuden nie gesehen. Gewerbliche Vermieter_innen auf dem freien Markt haben wir auch angesprochen, ohne Erfolg. Eine reduzierte Miete für einen gemeinnützigen Verein passt eben nicht zum Geschäftszweck „Immobilienbewirtschaftung“.

Wir wollen deshalb für unsere Anliegen werben und am städtischen Leben aktiv teilnehmen und es gestalten. Wir möchten gute Gesprächspartner_innen sein, die auf der einen Seite mit ihren Freakbikes, Lastenrädern und Fahrrad-Aktionen für ungewöhnliche Aufmerksamkeit sorgen, auf der anderen Seite auch zu ernsten Themen sachlich und qualifiziert Meinungen vertreten.

Wir wollen mithelfen, Augsburg zu verändern. Wir sind für

  • ein fahrradfreundliches Augsburg, das mehr als eine Worthülse ist.
  • eine erhebliche Reduktion des Autoverkehrs in Augsburg, vor allem im Zentrum.
  • eine Willkommenskultur und Menschlichkeit gegenüber den Augsburger Flüchtlingen.
  • eine überwachungsfreie Lebensumgebung und eine zurückhaltende Augsburger Polizei gegenüber den Fahrradfahrer*innen.
  • eine Kultur der Achtsamkeit und Offenheit im Miteinander, dem kritischen Umgang mit Konsum, dem bewussten Umgang mit Ressourcen.
  • eine Stadt mit Freiräumen für individuelle und alternative Lebensgestaltung.

Wir sind gerne Augsburger_innen, wir sind gerne aktive Augsburger_innen. Als Fahrradfahrer_in ist man ständig sichtbar, in Kontakt mit seinen Mitmenschen. Auf unseren Spezialfahrrädern sogar in besonderem Maß. Öffentlichkeit ist manchmal anstrengend, soziales Miteinander aber die Grundlage unserer Gesellschaft. Unserer Stadt ginge es besser, wenn mehr Menschen ohne motorisierte Hülle sichtbar wären. Wenn sich unsere Kinder wieder risikofrei in den Straßen aufhalten könnten.

Wir lieben Fahrräder und engagieren uns für eine lebendige, sichtbare Augsburger Fahrradkultur.

Sichtbare Fahrradkultur vor dem Verbot:

DCIM100MEDIA

Leere Gasse ohne Leben nach dem Verbot:

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CARFreiTag – Anders handeln am 11. April 2014

car frei tag

Unter dem Motto „CARFreiTag – Anders handeln am 11. April 2014“ findet an der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Augsburg am Freitag ein Aktionstag statt. Für die Schüler und Schülerinnen werden die unterschiedlichsten Workshops angeboten. Wir sind mit unseren Freakbikes dabei, zum dritten Mal in Folge.

Der Parkplatz für Schüler_innen und Lehrer_innen ist am CarFreiTag gesperrt. Um dort zu parken, müssen sie dafür zahlen. Bei diesem “Emissionshandel” geht es um Naturalien (Kuchen usw.) oder Geld. Dafür bekommen die Autofahrer_innen eine Tagesparklizenz. Die FOS/BOS Augsburg zieht das durch – auch gegen den Willen vieler Autopendler_innen.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Wir und andere Augsburger Initiativen sind für das Rahmenprogramm eingeladen.

Bilder vom letzten Jahr:

Das Rasenmäherfahrrad Teil 1

Wir bauen ein Rasenmäherfahrrad für den interkulturellen Garten Augsburg. Es soll zum Frühlingsfest am 4.5. fertig werden.
Bei unserer Öffnung am Freitag bekamen wir dieses schöne grüne Fahrrad gespendet. Es ist eine wundervolle Basis für den Rasenmäher.

Der Handmäher ist ein echtes Qualitätsstück. Made in England, Suffolk. Massiv, durchdacht, komplett zerlegbar, ohne dass ein Plastikstück abbrechen kann. Plastik ist nämlich keines dran. Im Inneren stecken Fahrradkugellager (22 ball super clipper bearing)! Als wir den Mäher bekamen, drehte er sich nur schwer. Wir haben fehlende Schmierung und Dreck vermutet. Deshalb haben wir ihn geöffnet, gereinigt, geschmiert, wieder montiert und eingestellt.

Wir haben außerdem die Messerwelle lackiert. Den Farbton hatten wir durch Zufall in unserer Lackdosenkiste. Danach haben wir die Messer geschliffen. Die waren noch nie vorher bearbeitet worden und komplett stumpf. Jetzt sind sie schärfer, aber nicht Rasierklinge. Obwohl das auch möglich wäre.

Nachts sind wir zum ersten Test in die nächste Grünanlage. Da flogen die Gras-Fetzen! Man sollte immer mit geschlossenem Mund mähen, weil die Grashalme so hoch fliegen. Für das Fahrrad lassen wir uns ein Schutzblech einfallen.

Das Ding dreht sich jetzt mühelos:

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