Wir lieben Fahrräder

Kategorie: Projekte (Seite 26 von 27)

Günstiger Fahrrad-Transportanhänger

Ich wurde mehrfach gefragt, ob mein Fahrradanhänger ein Eigenbau ist. Ist er nicht. Es ist ein Bluebird-Kinderanhänger. Der wurde mit Umrüstsatz verkauft. Statt des Kinderaufbaus kann ein Transportrahmen montiert werden. Ich habe den Anhänger inklusive Umbausatz für 40 Euro gebraucht gekauft.

Auf die Aluwanne achten, die ist wichtig für den Lastentransport. Einige ähnliche Modelle haben keine vollständige Ladefläche. Private Angebote für gebrauchte Kinderfahrradanhänger gibt es immer wieder auf www.kinder-augsburg.de im Flohmarkt.

Mobiler Schraubstock für daheim

Ich bin zum Flohmarkt und habe für 25 Euro diesen schweren Schraubstock gekauft. Für kleine Arbeiten reicht sein Eigengewicht, um das Werkstück zu fixieren, ohne dass der Schraubstock durch die Gegend fliegt. Warum mobil? Weil ich keine Werkbank habe. Außerdem:  ich brauche ihn manchmal im Keller, ein anderes Mal in der Küche.

Die Befestigungsschrauben sind unten im Holz versenkt. Damit der Schraubstock stabil steht und den Tisch nicht zerkratzt. Am Griff und am Riemen kann ich ihn hochheben und herumtragen. Der Schraubstock ist nahe am Rand der Platte montiert, weil der Drehhebel sonst auf dem Brett schleifen würde. Ich stelle das Ganze an die Tischkante oder auf eine alte Bierkiste.

Wichtige Sicherheitshinweise:

Bei Arbeiten mit der Bohrmaschine keine Handschuhe tragen, lange Ärmel nach innen hochkrempeln und lange Haare zusammenbinden. Wenn der rotierende Bohrer Stoff oder Haare erwischt, wickelt er diese sekundenschnell auf und reißt alles in Stücke.

Beim Bohren von Metallteilen damit rechnen, dass der Bohrer sich festfrisst und sich statt ihm das Metallstück dreht. Vor allem gegen Ende des Bohrvorgangs, wenn der Bohrer wieder aus dem Metall austritt. Das kann schlimme Verletzungen verursachen. Eben deshalb ist die Verwendung eines Schraubstocks sinnvoll.

Ein Tallbike, gebaut ohne zu schweißen

Die Idee war, ein Tall Bike zu bauen, ohne schweißen zu müssen. Die Anleitung dazu habe ich bei „Instructables“ gefunden: http://www.instructables.com/id/Build-Your-Own-Tall-Bike-Without-Welding/.

1. Fahrrad auf den Kopf stellen.
2. Lenker, Gabel und Kurbelsatz verkehrt herum wieder einbauen.
3. Lenker und Sattelstange nach oben verlängern.

Das verbaute Holz hat keine tragende Funktion. Es dient zur Stabilisierung der verschraubten Teile und als Sicherung für das jetzt oben offene Ausfallende am Hinterrad. Wobei das auch so hält.

Die beiden Lenkrohrteile sind primär durch ein innen eingepresstes Rohr verbunden. Die Befestigung Lenker/Steuersatz erfolgt mittels Klemme und eingesägtem Steuersatzgewinde. Das hält dank Einpressung aber auch so.

Die Sattelstange ist ein leicht gebogenes handelsübliches 1/2 Zoll Wasserrohr, mit Schellen fixiert. Die Pletscher-Platte musste ich dazu wegflexen. Der Lenkungsdämpfer ist aus einem altem Fahrradschlauch gebastelt.

Das Fahrrad wird durch die neue Rahmengeometrie hecklastig. Das kleine Vorderrad hilft bei der Lastverteilung nach vorne. Mit der zweiten Bremse vorne (neben der Rücktrittbremse) und mit der Beleuchtung ist das „Hochrad“ straßentauglich.

Weil ich von jedem gefragt werde, ob das hält: ja. Einmal nachziehen aller Schellen nach den ersten Metern – bisher war es das. Kopfsteinpflaster, Bordstein runter. Kein Problem. Trotzdem: don’t try this at home, kids. Bei so einer Konstruktion muss jeder selbst wissen, was er tut.

Das Fahrgefühl: wie ein normales Rad. Allerdings fühlt sich die Konstruktion „weich“ an. Das heißt: Lenkerrohr und Rahmen verwinden sich mehr als gewohnt. Ein schönes Gefühl, so über der Straße zu schweben …

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »